Warum überhaupt austreten?

Die Gründe, die für einen Kirchenaustritt sprechen sind mannigfaltig. Für die einen ist der Austritt eine Formalität, da sie in ihrem bisherigen Leben nur wenig mit kirchlichen Riten und Lehren zu tun hatten. Andere stellen fest, dass sie im Verlauf ihres Lebens andere Werte und Prioritäten vertreten als die, die von der Kirche postuliert werden. Für letztere ist der Autritt also eine logische Konsequenz aus persönlichen Denkvorgängen. Weiterhin kann ein Verlassen der Kirche aber auch in der Unvereinbarkeit zwischen den sowohl historischen als auch aktuellen Ausprägungen der kirchlichen Lehren mit dem eigenen Gewissen begründet liegen. Der Akt des Austretens ist somit in vielfacher Hinsicht ein symbolischer Vorgang.

 

Warum soll ich diese Seite benutzen um die Kirche zu verlassen?

Die übliche Prozedur für einen Kirchenaustritt sieht folgendermaßen aus:

Zuerst muss ein Brief verfasst werden, der den Willen des Schreibers, die Kirche zu verlassen, zum Ausdruck bringt. Dann wird dieses Schreiben an das Generalvikariat (4, rue Génistre B.P. 419 L-2014 Luxembourg) verschickt. Laut zahlreichen Berichten, die der Liberté de conscience asbl vorliegen, hat das Generalvikariat in der Vergangenheit die Zustellung mancher Briefe nicht entsprechend bestätigt, so dass kein Antwortschreiben seitens der kirchlichen Organe erfolgte.

Mit der Aktion "Fraiheet.lu" soll sichergestellt werden, dass alle bei uns eingegangenen Anfragen per Einschreiben an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden, so dass ein Dokument belegt, dass dieser Schritt unternommen wurde. Ein Schreiben, dass der Austritt erfolgt ist, kann freilich nur von kirchlicher Seite her ausgestellt werden.

Des Weiteren enthalten unsere Vorlagen alle erforderlichen Daten, die den Charakter des Austritts erfordern. Zudem werden die postalischen Kosten übernommen.

 

Was passiert mit meinem Formular, nachdem ich es abgeschickt habe? 

Das Team von Fraiheet.lu sieht vor, die Anfragen in regelmäßigen Abständen, abhängig von der Anzahl an eingegangenen Formularen, an das Generalvikariat, an die entsprechenden Pfarreien (in der man getauft wurde) und an das Staatsministerium - Abteilung Kirchenwesen weiterzuleiten. In der Regel wird das Bistum/Generalvikariat mit einem Bestätigungsschreiben den Austritt zur Kenntnis nehmen. Über die Antwortdauer können wir keine allgemeine Aussage machen. In manchen Fällen ist das Schreiben nach ein paar Tagen angekommen, bei anderen dauerte es länger.

 

Muss der Austritt begründet werden?

Die persönlichen Gründe für den Kirchenaustritt müssen nicht begründet werden.

 

Was passiert mit meinen Daten? 

Ihre Daten werden von AHA Lëtzebuerg in keinster Weise dauerhaft gespeichert. Die Initiatoren verpflichten sich lediglich, die ausgefüllten Dokumente weiterzuleiten.

 

Wie sieht es mit kirchlicher Trauung, Taufpatenschaft u.ä. aus?

Im Prinzip sollte man als zukünftiges Nicht-Kirchenmitglied nicht erwarten, zu kirchlichen Ritualen und Zeremonien zugelassen zu werden. Im Einzelfall empfehlen wir, die entsprechende Pfarrei oder kirchliche Dienststelle anzuschreiben / zu kontaktieren.

 

Wie werden Nicht-Kirchenmitglieder bestattet?

Die Frage nach den Modalitäten der Bestattung sind für viele Menschen von großer Bedeutung. Als Nicht-Kirchenmitglied sollte man aber von der Hypothese ausgehen, dass kein Pfarrer während der Trauerfeier anwesend sein wird.

Im Falle eines Zivilbegräbnisses muss ein Antrag an die zuständige Gemeinde gerichtet werden, damit ein Vertreter der Gemeinde die Zeremonie durchführt. 

Viele Konfessionslose wählen traditionsgemäß ein Urnenbegräbnis, wofür hier in Luxemburg das Krematorium in Hamm (http://www.crema.lu) zuständig ist.