Anny Eck-Hieff, Présidente ALPA

Wir sind (nicht Papst) - sondern Staat...

Fakt ist, dass unsere Eltern uns taufen ließen, da sie für uns Repressalien in der Schule befürchteten. Inzwischen sind wir erwachsen geworden; und wir wissen nun um das politische Machtgerangel. Die Menschen sind klüger geworden und möchten nicht mehr bevormundet werden.

Nach dem Schlamassel, den Einmischungen, den Bevormundungen der Kirche und dem Papst und Bischöfen in der letzten Zeit kann man sich nur noch von der Kirche und dem Christentum distanzieren. Das war auch der Grund, dass ich nicht mehr in der Kartei der Gläubigen der Kirche aufgeführt werden möchte.

Zudem finde ich es an der Zeit, dass die Trennung zwischen Kirche und Staat vorangetrieben werden muss. Denn was hat das eine mit dem anderen zu tun, außer den Geldfragen, die vom Staat (der Staat sind wir) an diese Institution ausgezahlt werden und daran möchten sie selbstverständlich festhalten...

Resümieren wir: Hier wurde für mich eine Lawine losgetreten, deren Ausmaß keiner voraussah. Vielleicht ist erst jetzt die Zeit zum Umdenken reif. Im Grunde genommen hat der Grand-Duc hier den Auslöser gegeben und alles wurde entfacht. Damit steht nun die Frage im Raum, ob den anderen Bürger/innen kein Gewissen einverleibt wurde...Diese ganze Polemik hat uns als Volk nicht gedient, sondern hat Spuren und Narben hinterlassen.

Halten wir fest: Wir wurden erzogen, dass wir vor jedem Lebewesen Respekt haben müssten; den Schwächeren, d.h. den Tieren beistehen müssten, da sie sich aus eigner Kraft nicht wehren könnten. Finalisieren wir: das Mitleid, die Herzensgüte und die Toleranz waren unsere Leitfäden und werden sie auch bleiben; und ich kann von mir behaupten, dass ich mit meinen 78 Jahren noch nie die Kirche als Wegweiser gebraucht habe... In diesem Sinne.

- Anny Eck-Hieff